Das Glück. Woher kommt es und wie bleibt es?

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Glück. Wo kommt es her? Wie entsteht ist und wie bleibt es? Wie werden wir glücklich? Wie entsteht Glück in uns? Was ist das überhaupt? Und was bedeutet dieses Streben nach Glück? Wie kommen wir dahin? Wie erreichen wir einen Zustand, der uns ein glückliches Gefühl gibt? Weil vor allem anderen bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich bei Glück um ein Gefühl handelt, um eine Gefühlskombination, um ein überbordendes, positives Gefühl, das uns komplett erfasst. 

Wir freuen uns und spüren eine tiefe, tiefe Zufriedenheit. Und wir sind fröhlich. Wir sind positiv, so wie Kinder glücklich sind. Also kleine Kinder, die lachen und irgendwie im Moment Spaß haben, Freude empfinden. Da würden wir immer sagen, dass sie glücklich sind. Wir Erwachsenen sind oft auf der Suche nach Glück und es stellt sich die Frage: Was genau brauchen wir, um glücklich zu sein?

Ich denke, es liegt nahe, dass wir erstmal unsere Grundbedürfnisse befriedigt haben wollen, also in Sicherheit sind, ein Zuhause haben, genug zu essen, genug Geld, um uns zu versorgen, einen Job haben, ein Auskommen. Und dass wir Menschen um uns herum haben, die zu uns gehören oder zu denen wir gehören. All das ist sicherlich eine Basis für Glück, eine Voraussetzung für Glück, oder nicht?

Es gibt viele Menschen auf der Welt, die diese Grundbedürfnisse in der Form nicht erfüllt haben und trotzdem Glück empfinden. Sind sie dann vielleicht nur kurz glücklich, weil sie einen Moment lang ihre unbefriedigten Grundbedürfnisse vergessen? Oder sind sie vielleicht anders glücklich? Keine Ahnung. 

Ist Glück überhaupt ein Dauerzustand? Oder ist das ein kurzer Moment, in dem wir diese Freude empfinden, diese unbändige Freude, in der wir vielleicht alles um uns herum vergessen? Ist Glück dann so etwas wie ein Flow-Zustand, in dem wir uns auflösen – in einem Moment, in einer Tätigkeit, in der wir nur noch das tun, was wir tun, also nur noch spüren und nicht mehr denken? Ist das ein glückliches Gefühl? Manchmal sage ich nach einem solchen Flow bei der Arbeit abends zu mir: Heute war ich glücklich. Ich würde von mir sowieso behaupten, dass ich sehr oft sehr glücklich bin. Nur wodurch kommt dieses Gefühl zustande? 

Entscheide Dich für das Glück

Ich vermute, das Glück auch eine Entscheidung ist. Wir entscheiden uns dafür, uns auf das Positive zu konzentrieren, das heißt, in jedem Moment, in jeder Herausforderung irgendwo auch das Gute zu sehen, selbst wenn es sich in dem Moment wirklich nicht gut anfühlt … Selbst dann zu fragen: Was wird daraus Gutes entstehen? – und sicher zu wissen, dass wieder etwas Gutes entstehen wird, vielleicht ist das Glück?

Tief in uns zu spüren, dass Freude unser Urzustand ist, dass wir immer wieder in diese Freude zurückgehen, dass wir uns immer wieder gut fühlen werden und dass uns traurige oder negative Phasen lediglich in diesem Zustand unterbrechen. Führt man ein glückliches Leben, wenn einem so eine Lebenseinstellung gelingt?

Menschen, die sich ausschließlich auf das Positive fokussieren, die sind oft happy. Sie schauen nurnoch auf das Positive und blenden all negativen Gefühle aus, Gedrängen sie vielleicht sogar – leben diese „Happyology“ und ich weiß nicht, ob das wirklich glücklich macht. Denn glücklich sein bedeutet für mich auch, es aushalten zu können, dass das Leben ein Auf und Ab ist, dass wir immer mal Kursänderungen haben und Herausforderungen, die wir nicht kommen sehen oder die wir vielleicht auch nicht eingeplant hatten. Glück ist für mich das tiefe Vertrauen, dass ich überstehen werde, was passiert und immer auch in belastenden Situationen einzelne kleine Dinge genießen kann. 

Genieße, was da ist

Generell ist Genuss eine Form von Glück. Also genießen zu können, was da ist, was jetzt hier und heute und genau in dem Moment da ist. Und mich nicht nur darauf zu konzentreiren, was alles fehlt oder besser sein könnte. In jeder Phase zu spüren und tief zu verinnerlichen, was jetzt wunderbar ist. Also die Qualitäten jeder einzelnen Situation zu sehen und wahrzunehmen und wertzuschätzen. Nicht hadern zu wollen mit Dingen, die ich nicht ändern kann, weil sie außerhalb meiner Einflussmöglichkeiten liegen: Entscheidungen von anderen Menschen, Dinge, die passieren, eine Pandemie, Entscheidungen von Politikern, und auch im Privaten Menschen, die nicht das tun, was ich mir vielleicht wünschen würde.

Macht es eine Person glücklich, wenn sie es schafft, sich nur auf das zu konzentrieren, was sie wirklich beeinflussen kann? Die wirklich im Hier und Jetzt bleibt und sich die Zukunft weder als sorgenvollen Dämon ausmalt, noch als paradiesische Erleichterung? Dir bei dem realen, echten Leben bleibt, weil alles, was wir uns ausmalen, gar nicht real ist? Es ist lediglich eine Theorie oder Idee von Leben. Ist Glück vielleicht die Entscheidung, in der Wirklichkeit zu leben, also nur das zu sehen, was ist und gleichzeitig dankbar dafür zu sein? Denn Dankbarkeit führt uns vor Augen, was Gutes da ist, dies dann zu würdigen, zu sehen, anzuerkennen und die Qualität jeder einzelnen Situation wahrzunehmen. 

Je sinnvoller, desto glücklicher

Oder ist es ganz im Gegenteil so, dass wir unbedingt eine theoretische Idee brauchen, eine Vision, einen Blick nach vorne, um uns glücklich fühlen zu können? Brauchen wir einen Sinn, einen Grund, warum wir morgens aufstehen? Vielleicht haben die glücklichen Menschen mit unerfüllten Grundbedürfnissen stattdessen eine Lebensaufgabe, einen Lebenssinn, der sie trägt? Das wäre eine Erklärung für all die vielen Menschen, die in einem reichen Land wie Deutschland weitaus mehr haben als sie brauchen – und die keinerlei Glück empfinden, keinerlei Zufriedenheit, keinerlei Freude. Die immer nur nach links und rechts schielen und schauen, was jetzt als nächstes noch gebraucht wird, um endlich in die paradiesische Glückseligkeit abzutauchen oder aufzusteigen. 

Entweder machen sie sich zu viele Sorgen, um glücklich zu sein, denken zu viel darüber nach, was vorher vielleicht noch besser war, was sie vielleicht verloren haben, was sie an Negativem erlebt haben. Oder sie sind in die Zukunft orientiert und denken darüber nach, was sie verlieren könnten, was noch nicht da ist, was es auch noch braucht. Sie sind nicht im Jetzt und sie sind nicht dankbar für das, was da ist. 

Werde glücklich oder finde Dein Glück

Sicher ist, dass glückliche Menschen wissen, dass sie Einfluss nehmen können, Einfluss auf das, was in ihrem Leben passiert. Das tiefe Vertrauen in die eigenen Ressourcen. Das tiefe Vertrauen in die Fähigkeit, Schwierigkeiten meistern zu können, macht uns glücklich. Das Gefühl, etwas zu bewirken, einen Unterschied zu machen, wirklich am Leben und lebendig zu sein – das ist Glück. Uns selbst so gut kennenzulernen und uns zu mögen in der Art, wie wir die Dinge sehen.

Es lohnt sich, herauszufinden, was wir wollen und wo wir etwas verändern möchten. Dabei dürfen wir uns auf das fokussieren, was wir auch wirklich beeinflussen können – und das ist enorm viel. Eine Person, die sehr unglücklich in ihrer Lebenssituationen ist, aber nicht bereit ist, etwas zu verändern, unterschätzt diesen eigenen Einfluss. Ihr fällt nicht ein, dass sie etwas verändern kann und etwas anderes möglich ist. Dann wäre Glück auch die Entscheidung, immer daran zu glauben, dass es besser sein kann, wenn es uns nicht gut geht – und wenn es uns gerade gut geht, uns einfach nur zu freuen. Einfach nur zu genießen mit jeder Faser unseres Körpers und nicht so sehr darüber nachzudenken, wann sich wieder etwas ändert.

Vielleicht lohnt es sich, ein Glückstagebuch zu führen, also täglich aufzuschreiben, was Dich heute glücklich macht, was Dich lächeln lässt, was Dich stärkt. Vielleicht ist es wichtig aufzuschreiben, was Du schon geschafft hast: Dinge, die Du schon erreicht hast, die durch Dich so geworden sind. Vielleicht ist es auch eine gute Idee, sich bewusst zu machen, welche Deiner Sorgen außerhalb Deiner Einflussmöglichkeiten liegen, denn die kannst Du getrost beiseite schieben und Dich stattdessen auf etwas konzentrieren, das Du bewirken kannst.

Das Glück ist überall – und bleibt, wenn es darf

Sei gleichzeitig achtsam im Moment und vertraue gleichzeitig darauf, dass Du es bist, der Dein Leben gestaltet. Dann findest Du Dein Glück – oder es findet Dich, wahrscheinlich überall. Es gibt tausend Kalendersprüche zu dem Thema und überall steht Glück ist der Weg. Glück ist nicht das Materielle. Glück ist eine Entscheidung. Glück liegt im Kleinen. All das ist wahrscheinlich wahr und Glück entsteht, wenn wir es zulassen. Wenn wir uns wieder richtig freuen, so wie ein Kind sich freut. Wenn wir aus uns herausgehen und unseren Körper die Freude spüren lassen, vielleicht auch mal richtig albern sind, lebendig sind – und in jedem Glücksmoment aufgehen.

Und wie bleibt das Glück? Die Frage ist, ob Glück wirklich etwas ist, das kommt und geht, oder ob auch das nicht einfach eine Entscheidung ist. Meine beste Freundin sagt immer von sich selbst: Ich bin ein Glückskind. Sie sagt das schon immer und sie sagt das auch einer tiefen Überzeugung heraus und glaubt so sehr selbst daran, dass sie in jeder noch so absurden, ausweglosen Situation das Glückliche sieht, die Kleinigkeiten, die Momente, die Dinge, die sie beeinflussen kann. Die Stellschrauben, an denen sie drehen kann und gleichzeitig in einer tiefen Dankbarkeit und Freude lebt. Diese Frau ist glücklich und Du kannst es auch sein. Und ich wünsche Dir von Herzen glückliche Tage, glückliche Momente und ein glückliches Leben voller Hingabe an die Freude.

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